VfL Wolfsburg - 1.FC Köln 2:3
Nach eingehender Inspektion des Zentrums der Stadt des KdF-Wagens, wessen Attraktivität nicht auf den ersten Blick ins Auge fällt - leider auch nicht auf den zweiten oder dritten - wurde dem Stadion zwecks Beobachtung des dort ausgetragenen Fußballspiels ein Besuch abgestattet, welches den geneigten Reisenden mit lebensfeindlichen Temparaturen im zweistelligen Minusbereich empfing. Lediglich dem heiß umkämpften Auswärtssieg ist zu verdanken, dass die Reisegruppe nach dem Abpfiff in kompletter Stärke, also ohne witterungsbedingte Ausfälle, wieder zusammen fand, mit dem Vorhaben, sich noch einmal in das bunte Treiben in den Straßen von Wob-City zu stürzen. Allerdings wollte an dieser Stelle die örtliche Polizei einen Riegel vorschieben und erklärte den basserstaunten Domstädtern, dass man schlicht nicht wolle, dass sich Kölner in der Innenstadt aufhielten. Auf unseren Einwand hin, dass uns lediglich der Durst, aber keinesfalls die Suche nach körperlicher Auseinandersetzung treibe und man ja schließlich nicht in auf Schalke sei, meinte der Schutzmann, dass man ja nie wisse, was passieren kann, wenn man einer zehnköpfige Gruppe Sechzehnjähriger über den Weg läuft. Woraufhin bei Teilen der Kölner Delegation die Entrüstung groß war, man sei jawohl keine sechzehn mehr, was wiederum ob des heiteren Missverständnisses den Wachtmeister lachen machte und dieser uns unseres Weges ziehen ließ. Vorsichtshalber wurde dann eine Gaststätte aufgesucht, in der der Altersdurchnitt der Stammgäste bei Ende fünfzig, und der der Thekenbelegschaft noch deutlich darüben liegen düfte. Auch auf dem späteren Weg zum Bahnhof kam es zu keiner Begegnung mit den gefährlichen Wolfsburger Ultras. Wie zuvor auf dem Rasen sollte auch in den dunklen Straßen der Großstadt das Glück auf Seiten der Kölner sein.
|