<?xml version="1.0"?><!-- generator="mybloggie/2.1.6" -->
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">
     <channel>
        <title>viervierzwei.de</title>
        <link>http://viervierzwei.de</link>
        <description>myBloggie - Open Source Weblog</description>
        <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
        <generator>http://mybloggie.mywebland.com/?v=2.1.6</generator>
                <item>
            <title>2. Spieltag 10/11</title>
            <link>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=123</link>
            <pubDate>29 Aug 2010 02:25:40 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=123</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/svw10-11-1.jpg[/imgl]Werder Bremen - 1.FC Köln  4:2

Dank der niederschmetternden Tordifferenz von Minus 4 kann jetzt mit Fug und Recht behauptet werden, dass der Saisonstart noch katastrophaler als letztes Jahr gelungen ist. Und das, obwohl sich der Tag, bis zu dem von Marin erarbeiteten Elfmeter, ausgesprochen freundlich präsentierte. 'Der Junge ist mit fairen Mitteln eben kaum zu stoppen' würde an dieser Stelle ein wohlgesonnener Sportjournalist anmerken, 'druckempfindlich wie ein gammliger Apfel' ein ehrlicher Kleingärtner. Aber bevor das Unheil seinen Lauf nahm, durfte nach einer ungezwungenen Busfahrt die lokale Spitzengastronomie 'Taubenschlag' in Augenschein genommen werden. Hier konnten die Gäste aus der großen Stadt überraschend ungestört ihrer Liebe zum eigenen Verein Luft machen, während seitens der Verantwortlichen der Versorgung mit ortstypischen Erfrischungen (kein Hasch, kein Crack - nur Haake-Beck) auf europapokalreifem Niveau nachgegangen wurde. Lediglich ein fetter Hanseat, welcher seinem Neid ob des rheinischen Frohsinns im sonst eher wenig mitteilsamen Norden durch seine offen zur Schau getragene Bitterkeit Ausdruck verlieh, wusste unangenehm aufzufallen. Neben dem toten Vogel, welcher von seinem staubigen Plätzchen über der Theke aus dem bunten Treiben mit jener hölzernen Verschwiegenheit begutachtete, für die Norddeutschland überregionale Berühmtheit genießt.

Nach Spielende ließ auch der Himmel seinem Unmut freien Lauf (Petrus muss als Katholik auf Seiten der Domstädter stehen, anders lässt sich der Versuch einer Sintflut pünktlich zum Abpfiff nicht erklären), wodurch der Abschied noch leichter fiel und auf dem Rückweg die Frage diskutiert werden konnte, wodurch die Reisestrapazen eigentlich noch zu rechtfertigen seien. Ein müßiges Thema, denn mit Sicherheit werden sich zum nächsten Auswärtsspiel wieder die gleichen Gestalten aufmachen, allein schon aus Angst, das große Fußballwunder zu verpassen, das auf jeden Fall eines Tages für alles entschädigen wird. Wo diese Gewissheit allerdings herrührt, bleibt wohl eines der größten Geheimnisse unserer Zeit. Auf jeden Fall muss es schon ein verdammt überdimensioniertes Wunder sein, um für Fahrten wie diese zu entschädigen.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/svw10-11-2.jpg[/img]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/svw10-11-1.jpg[/imgl]Werder Bremen - 1.FC Köln  4:2

Dank der niederschmetternden Tordifferenz von Minus 4 kann jetzt mit Fug und Recht behauptet werden, dass der Saisonstart noch katastrophaler als letztes Jahr gelungen ist. Und das, obwohl sich der Tag, bis zu dem von Marin erarbeiteten Elfmeter, ausgesprochen freundlich präsentierte. 'Der Junge ist mit fairen Mitteln eben kaum zu stoppen' würde an dieser Stelle ein wohlgesonnener Sportjournalist anmerken, 'druckempfindlich wie ein gammliger Apfel' ein ehrlicher Kleingärtner. Aber bevor das Unheil seinen Lauf nahm, durfte nach einer ungezwungenen Busfahrt die lokale Spitzengastronomie 'Taubenschlag' in Augenschein genommen werden. Hier konnten die Gäste aus der großen Stadt überraschend ungestört ihrer Liebe zum eigenen Verein Luft machen, während seitens der Verantwortlichen der Versorgung mit ortstypischen Erfrischungen (kein Hasch, kein Crack - nur Haake-Beck) auf europapokalreifem Niveau nachgegangen wurde. Lediglich ein fetter Hanseat, welcher seinem Neid ob des rheinischen Frohsinns im sonst eher wenig mitteilsamen Norden durch seine offen zur Schau getragene Bitterkeit Ausdruck verlieh, wusste unangenehm aufzufallen. Neben dem toten Vogel, welcher von seinem staubigen Plätzchen über der Theke aus dem bunten Treiben mit jener hölzernen Verschwiegenheit begutachtete, für die Norddeutschland überregionale Berühmtheit genießt.

Nach Spielende ließ auch der Himmel seinem Unmut freien Lauf (Petrus muss als Katholik auf Seiten der Domstädter stehen, anders lässt sich der Versuch einer Sintflut pünktlich zum Abpfiff nicht erklären), wodurch der Abschied noch leichter fiel und auf dem Rückweg die Frage diskutiert werden konnte, wodurch die Reisestrapazen eigentlich noch zu rechtfertigen seien. Ein müßiges Thema, denn mit Sicherheit werden sich zum nächsten Auswärtsspiel wieder die gleichen Gestalten aufmachen, allein schon aus Angst, das große Fußballwunder zu verpassen, das auf jeden Fall eines Tages für alles entschädigen wird. Wo diese Gewissheit allerdings herrührt, bleibt wohl eines der größten Geheimnisse unserer Zeit. Auf jeden Fall muss es schon ein verdammt überdimensioniertes Wunder sein, um für Fahrten wie diese zu entschädigen.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/svw10-11-2.jpg[/img]...</p>]]></content:encoded>
            <comments>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=123</comments>
        </item>
                <item>
            <title>1. Runde DFB-Pokal 10/11</title>
            <link>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=122</link>
            <pubDate>16 Aug 2010 05:06:20 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=122</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/zfc10-11-1.jpg[/imgl]ZFC Meuselwitz - 1.FC Köln  0:2

Nur kurz durfte sich der gewillte Allesfahrer aus dem zweitwestlichsten Bundesligaspielort auf eine Saison freuen, die, dank der Abstinenz der lokalen Sportvereine, keine Reisen in die östlichen Bundesländer vorsah, denn bereits Anfang Juni holte die Auslosung der ersten Pokalrunde den ZFC Meuselwitz nach ganz oben auf die To-do-Liste der Domstädter.

Da öffentliche Verkehrsmittel im Thüringischen Hinterland ähnlich seltene Phänomene wie Meisterschaftsfeiern in Leverkusen zu sein scheinen, mussten dem Individualverkehr einmal mehr Rauchopfer in Form von fossilen Brennstoffen dargebracht werden. Schockiert stellte ich unterwegs fest, dass der freie Blick auf das architekturgeschichtsträchtige Panorama Jena-Lobedas von der Autobahn aus auf verbrecherische Weise durch einen Tunnel und darauffolgende Steinwälle verbaut wurde. Wie konnte die UNESCO vor dieser Gräueltat die Augen verschließen? Doch bald darauf, nach Verlassen der Autobahn, wusste die Landschaft mit einer beeindruckenden Demonstration des riesigen Spektrums verschiedener Grautöne zu beeindrucken. Karge Äcker, grauer Himmel und dazu ein alles abrundender dichter Nebel warfen die Frage auf, wo denn die versprochenen blühenden Landschaften geblieben sind, beziehungsweise ob diese je geliefert wurden. Nur dank modernster Satellitennavigation war uns das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, nicht zu nehmen, denn die Welt da draußen machte eher den Eindruck, dass ihr Ende bald erreicht wäre. Doch das Ortseingansschild mit der Aufschrift ‘Meuselwitz’ existiert tatsächlich, und sofort wurde klar, dass der Grund, warum bislang keine Sonne zu sehen war, der ist, dass sie hier eben nicht am Himmel, sondern in den Herzen der Einheimischen scheint. Die Ankündigung “die Kölner kommen” schien hier jedenfalls keine Beunruhigung, sondern eher wohlgesonnene Neugier ausgelöst zu haben, denn der Großteil der Bewohner des Ortsteils Zipsendorf verbrachte seinen Sonntag damit, durchs Wohnzimmerfenster oder über den Vorgartenzaun hinweg den rot-weißen Auftrieb in den schmalen Straßen zu bestaunen. Auch das Personal im Stadion bestätigte, trotz eines zum Teil recht befremdlichen Äußeren, diesen Eindruck, wie beispielsweise der Wurstverkäufer, der hinter den notdürftig errichteten Zusatztribünen auf einer liebevoll mit Stroh ausgelegten Matschewiese neben zahlreichen Chemieklos durch ein Loch in einem Maschendrahtzaun die Früchte seiner kulinarischen Grillkunst feilbot. Optisch eher das Klischeebild eines Zonen-Hools (so breit wie groß, rasierter Schädel, Latzhose), wusste er jedes seiner Produkte mit einem unterhaltsamen Schwank zu garnieren, wie etwa: ”Wie, ihr habt Flutlicht in Köln? Ich dachte, da gäb es nur Baustellenlampen.” Oder auf seine Käfighaltung angesprochen: “Ich fühle mich hier auch wie im Knast. Und das nach vierzig Jahren DDR.” Im Thüringer Dorfakzent gesprochen haben diese Aussagen natürlich höheren Unterhaltungswert. Fast so viel jedenfalls, wie die vermeintlich erzieherischen Worte aus einem Transporter mit Dresdener Kennzeichen, welche uns auf dem Rückweg, während wir, ob eines kilometerlangen Staus wegen einer Schlammlawine, an der Leitplanke unsere Notdürfte verrichten mussten, wohl zu besserem Benehmen anspornen sollten, aber leider wegen ihrer absoluten Unverständlichkeit bis auf ein abschließendes “ihr Gurkenpisser“, wirkungslos verpufften.

Bleibt also nur zu hoffen, dass die Auslosung der nächsten Pokalrunde nicht als große Überraschung Chemnitz ergibt, denn einerseits waren ja für diese Saison gar keine Reisen in diese Richtung geplant, und andererseits darf bezweifelt werden, ob die Menschen in Sachsen mit der Freundlichkeit der Thüringer mithalten können, schließlich hat mich bei Aktivist Zipsendorf niemand einen Gurkenpisser genannt. Was auch immer das sein mag.    

Ach ja, Fußball wurde übrigens auch noch gespielt: Humor- und espritlos regelte der FC mit zwei Treffern in der ersten Halbzeit das Nötigste für ein Weiterkommen. Danach wurden Ressourcen geschont, so dass für das Heimpublikum eine Restspannung bis zum Abpfiff erhalten blieb. Egal, für die Unterhaltung auf unserer Seite hatten eh schon die Randerscheinungen vor Ort gesorgt. 

[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/zfc10-11-2.jpg[/imgl]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/zfc10-11-1.jpg[/imgl]ZFC Meuselwitz - 1.FC Köln  0:2

Nur kurz durfte sich der gewillte Allesfahrer aus dem zweitwestlichsten Bundesligaspielort auf eine Saison freuen, die, dank der Abstinenz der lokalen Sportvereine, keine Reisen in die östlichen Bundesländer vorsah, denn bereits Anfang Juni holte die Auslosung der ersten Pokalrunde den ZFC Meuselwitz nach ganz oben auf die To-do-Liste der Domstädter.

Da öffentliche Verkehrsmittel im Thüringischen Hinterland ähnlich seltene Phänomene wie Meisterschaftsfeiern in Leverkusen zu sein scheinen, mussten dem Individualverkehr einmal mehr Rauchopfer in Form von fossilen Brennstoffen dargebracht werden. Schockiert stellte ich unterwegs fest, dass der freie Blick auf das architekturgeschichtsträchtige Panorama Jena-Lobedas von der Autobahn aus auf verbrecherische Weise durch einen Tunnel und darauffolgende Steinwälle verbaut wurde. Wie konnte die UNESCO vor dieser Gräueltat die Augen verschließen? Doch bald darauf, nach Verlassen der Autobahn, wusste die Landschaft mit einer beeindruckenden Demonstration des riesigen Spektrums verschiedener Grautöne zu beeindrucken. Karge Äcker, grauer Himmel und dazu ein alles abrundender dichter Nebel warfen die Frage auf, wo denn die versprochenen blühenden Landschaften geblieben sind, beziehungsweise ob diese je geliefert wurden. Nur dank modernster Satellitennavigation war uns das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, nicht zu nehmen, denn die Welt da draußen machte eher den Eindruck, dass ihr Ende bald erreicht wäre. Doch das Ortseingansschild mit der Aufschrift ‘Meuselwitz’ existiert tatsächlich, und sofort wurde klar, dass der Grund, warum bislang keine Sonne zu sehen war, der ist, dass sie hier eben nicht am Himmel, sondern in den Herzen der Einheimischen scheint. Die Ankündigung “die Kölner kommen” schien hier jedenfalls keine Beunruhigung, sondern eher wohlgesonnene Neugier ausgelöst zu haben, denn der Großteil der Bewohner des Ortsteils Zipsendorf verbrachte seinen Sonntag damit, durchs Wohnzimmerfenster oder über den Vorgartenzaun hinweg den rot-weißen Auftrieb in den schmalen Straßen zu bestaunen. Auch das Personal im Stadion bestätigte, trotz eines zum Teil recht befremdlichen Äußeren, diesen Eindruck, wie beispielsweise der Wurstverkäufer, der hinter den notdürftig errichteten Zusatztribünen auf einer liebevoll mit Stroh ausgelegten Matschewiese neben zahlreichen Chemieklos durch ein Loch in einem Maschendrahtzaun die Früchte seiner kulinarischen Grillkunst feilbot. Optisch eher das Klischeebild eines Zonen-Hools (so breit wie groß, rasierter Schädel, Latzhose), wusste er jedes seiner Produkte mit einem unterhaltsamen Schwank zu garnieren, wie etwa: ”Wie, ihr habt Flutlicht in Köln? Ich dachte, da gäb es nur Baustellenlampen.” Oder auf seine Käfighaltung angesprochen: “Ich fühle mich hier auch wie im Knast. Und das nach vierzig Jahren DDR.” Im Thüringer Dorfakzent gesprochen haben diese Aussagen natürlich höheren Unterhaltungswert. Fast so viel jedenfalls, wie die vermeintlich erzieherischen Worte aus einem Transporter mit Dresdener Kennzeichen, welche uns auf dem Rückweg, während wir, ob eines kilometerlangen Staus wegen einer Schlammlawine, an der Leitplanke unsere Notdürfte verrichten mussten, wohl zu besserem Benehmen anspornen sollten, aber leider wegen ihrer absoluten Unverständlichkeit bis auf ein abschließendes “ihr Gurkenpisser“, wirkungslos verpufften.

Bleibt also nur zu hoffen, dass die Auslosung der nächsten Pokalrunde nicht als große Überraschung Chemnitz ergibt, denn einerseits waren ja für diese Saison gar keine Reisen in diese Richtung geplant, und andererseits darf bezweifelt werden, ob die Menschen in Sachsen mit der Freundlichkeit der Thüringer mithalten können, schließlich hat mich bei Aktivist Zipsendorf niemand einen Gurkenpisser genannt. Was auch immer das sein mag.    

Ach ja, Fußball wurde übrigens auch noch gespielt: Humor- und espritlos regelte der FC mit zwei Treffern in der ersten Halbzeit das Nötigste für ein Weiterkommen. Danach wurden Ressourcen geschont, so dass für das Heimpublikum eine Restspannung bis zum Abpfiff erhalten blieb. Egal, für die Unterhaltung auf unserer Seite hatten eh schon die Randerscheinungen vor Ort gesorgt. 

[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/zfc10-11-2.jpg[/imgl]...</p>]]></content:encoded>
            <comments>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=122</comments>
        </item>
                <item>
            <title>Schimpf und Schande</title>
            <link>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=121</link>
            <pubDate>30 May 2010 01:02:14 pm GMT +</pubDate>
            <category>Kapitel</category>
            <guid>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=121</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/Mai10.jpg[/imgl]Einst war er in jedem Bundesligastadion zu finden, heute muss man tief in die unteren Ligen abtauchen, um noch auf ein Exemplar in freier Wildbahn zu stoßen, die Versitzplatzung und die damit gestiegenen Eintrittspreise im Profifußball haben den angestammten Lebensraum dieser inzwischen gefährdeten Spezies arg schrumpfen lassen. Die Rede ist vom klassischen Mecker-Opa. Früher traf man ihn häufig ganz unten am Rand eines Stehplatzblocks, stets alleine, wie es für einen ausgeprägten Einzelgänger üblich ist, denn die Gesellschaft anderer würde ihn nur bei der uneingeschränkten Ausübung seiner spieltäglichen Pflicht stören: Schimpfen. Über alles und jeden, manchmal sogar den Gegner, vornehmlich aber über die Spieler der eigenen Mannschaft, den Trainer, den Vorstand, den DFB, die Schiedsrichter und wenn sich sonst gerade nichts anderes anbietet auch den Fußballsport im Allgemeinen, denn zu seiner Zeit – wann immer das gewesen sein mag – war das noch ein ehrliches Spiel unter Männern, knochenhart, nichts für Weicheier, und Geld hätte es sowieso keines gegeben, damals wären sie glücklich gewesen, wenn sie nach neunzig Minuten barfuß auf Asche eine lauwarme Brotsuppe serviert bekamen. 

Optisch war der Mecker-Opa schnell auszumachen, die klischeehaften Ausführungen trugen Schiebermütze und rauchten dazu Zigarrenstummel, welche ihre weit vernehmbaren verbalen Ausführungen an Stinkigkeit noch zu überbieten versuchten. Unmöglich war es allerdings, den Antrieb ihres vierzehntägigen Erscheinens zu erkennen, die Liebe zum Verein kann es kaum gewesen sein, jedenfalls möchte man schlichtweg nicht davon ausgehen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die keine anderen Wege finden, ihrer Zuneigung Ausdruck zu verleihen.

Das allmähliche Verschwinden des Mecker-Opas in der letzten Dekade könnte vielleicht auch dem Alter geschuldet sein, gehörten die einstigen Vertreter doch stadionübergreifend ein und dergleichen Generation an, wodurch vielleicht auch ein wenig die Verbitterung zu erklären wäre. Wer in seiner Jugend einmal die Reise Heimat-Russland und zurück zu Fuß antreten durfte, hat womöglich weniger Verständnis für die Unpässlichkeiten heutiger Jungprofis übrig. 

Derzeit findet man ihn jedenfalls kaum noch, wer aber genau hinhört, kann immer wieder die Kinder und Kindeskinder des Mecker-Opas in seiner Umgebung ausmachen. Optisch kaum von anderen Stadionbesuchern zu unterscheiden, hat man auch heute noch gelegentlich einen Kandidaten – es sind in der Tat immer männliche Vertreter, Schimpfe-Omas hat es auch früher nicht gegeben – in seiner Nähe, dessen einziger Beitrag zum Gebotenen auf dem Rasen eine neunzigminütige Schimpfkanonade darstellt. In diesem Falle lässt sich die destruktive Grundhaltung altersbedingt jedenfalls nicht mehr mit Kriegserlebnissen erklären, hier muss eingehender geforscht werden. Wer jemals den Dialog mit dem Mecker-Volk gesucht hat – was beileibe kein angenehmes Unterfangen ist – wird auf drei mögliche Ursachen stoßen. 

Zum einen gibt es die berufliche Frustration. Wer fünf Tage die Woche immer wieder die eigene Position in der Hierarchie am Arbeitsplatz unter die Nase gerieben bekommt, versucht sich eben am Wochenende Luft zu verschaffen, indem er seinen Frust auf andere Wehrlose abwälzt. Wenn es dem Schimpfenden durch diesen Verbal-Hooliganismus besser geht, mag das subjektiv schön und gut sein, den Beschimpften schadet es nämlich nicht, da sie nichts davon mitbekommen, es leiden einzig – und das ist objektiv die Crux –  sämtliche Stadionbesucher in Hörweite.

Die beruflichen Mecker-Gründe treten häufig gepaart mit einer weiteren möglichen Ursache auf, dem Sozialneid. Der Schimpfende rechtfertigt sein Verhalten damit, dass er sofort seine Papiere in der Personalabteilung abholen könne, wenn er werktags eine entsprechende Arbeit wie die der Akteure auf dem Rasen abliefere. Aber die feinen Herren Fußballprofis verdienen sich dumm und dämlich, und wenn sie keine Lust haben, gute Leistung zu zeigen, dann lassen sie es einfach. Dabei vergisst der Schimpfer, dass für seinen Arbeitsplatz in der Regel leider keine außergewöhnliche Begabung vonnöten war, sondern lediglich eine Ausbildung, die viele andere ebenso genossen haben, was ihn in seiner Rolle bedauerlicherweise ziemlich austauschbar macht. An dieser Stelle folgt dann gerne der fließende Übergang vom Sozialneid zur Konsumhaltung. ER habe ja nun für dieses Spiel bezahlt, also muss IHM auch was geboten werden, schließlich zahle ER ja auch mit seinem Eintritt die Gehälter der Stümper auf dem Platz. Mit dieser Einstellung hätte er sich vielleicht besser für einen Musicalbesuch entschieden, die dortigen Akteure sind schließlich bekannt für ihre allabendlichen konstanten Leistungen. Fußballspiele sind weniger starr im Ablauf, wodurch es zu Abweichungen kommen kann, in denen andere Stadionbesucher sogar einen gewissen Reiz erkennen können, da man vorher nicht wissen kann, was passiert. Wer darauf keinen Wert legt, ist vielleicht beim Rekordmeister besser aufgehoben.

Den unangenehmsten Mecker-Beweggrund stellt aber wohl die Besserwisserei dar. Der Schimpfende unterstellt dem Trainer vollkommene Stümperei, er selbst würde da ganz anders durchgreifen, die überbezahlten Herrschaften würden sich aber mal ganz schnell auf der Bank wiederfinden und dürften dann den jungen, hungrigen Spielern dabei zugucken, wie sie das Ruder rumreißen. Was natürlich genau so passieren würde, wenn der Schimpfer nur das Sagen hätte. Da das aber nicht passiert, wird den umstehenden Stadionbesuchern stattdessen haarklein erläutert, welche der vielen vergebenen Torchancen der Mecker-Opa-Enkel aber ganz sicher versenkt hätte, wenn er denn da unten spielen würde.

Sollte sich ein Leser in diesen Zeilen wiedererkennen, bitte ich einmal um einen ganz kleinen Gedanken an all die lauteren Stadionbesucher, die an der unerfüllten Situation des Meckerers keine Schuld trifft, die aber unter deren Auswüchsen als einzige in vollem Umfang leiden müssen. Es ist schon schwer genug, die Fassung zu wahren, während man dem geliebten Verein bei einer vernichtenden Niederlage beiwohnen muss; durch ein neunzigminütiges Schimpfe-Stakkato wird es aber ganz sicher nicht besser – weder auf dem Platz noch auf den Rängen. Vielleicht sollte man es eher mit Aufmunterung probieren, selbst in der dunkelsten Stunde. Irgendeinen Grund wird es ja haben, dass der Begriff 'Supporter' als Beschreibung für einen beherzten Fan den Weg in den deutschen Sprachschatz gefunden hat. Mecker-Opas und deren Folgegenerationen werden damit ganz sicher nicht gemeint sein.</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/Mai10.jpg[/imgl]Einst war er in jedem Bundesligastadion zu finden, heute muss man tief in die unteren Ligen abtauchen, um noch auf ein Exemplar in freier Wildbahn zu stoßen, die Versitzplatzung und die damit gestiegenen Eintrittspreise im Profifußball haben den angestammten Lebensraum dieser inzwischen gefährdeten Spezies arg schrumpfen lassen. Die Rede ist vom klassischen Mecker-Opa. Früher traf man ihn häufig ganz unten am Rand eines Stehplatzblocks, stets alleine, wie es für einen ausgeprägten Einzelgänger üblich ist, denn die Gesellschaft anderer würde ihn nur bei der uneingeschränkten Ausübung seiner spieltäglichen Pflicht stören: Schimpfen. Über alles und jeden, manchmal sogar den Gegner, vornehmlich aber über die Spieler der eigenen Mannschaft, den Trainer, den Vorstand, den DFB, die Schiedsrichter und wenn sich sonst gerade nichts anderes anbietet auch den Fußballsport im Allgemeinen, denn zu seiner Zeit – wann immer das gewesen sein mag – war das noch ein ehrliches Spiel unter Männern, knochenhart, nichts für Weicheier, und Geld hätte es sowieso keines gegeben, damals wären sie glücklich gewesen, wenn sie nach neunzig Minuten barfuß auf Asche eine lauwarme Brotsuppe serviert bekamen. 

Optisch war der Mecker-Opa schnell auszumachen, die klischeehaften Ausführungen trugen Schiebermütze und rauchten dazu Zigarrenstummel, welche ihre weit vernehmbaren verbalen Ausführungen an Stinkigkeit noch zu überbieten versuchten. Unmöglich war es allerdings, den Antrieb ihres vierzehntägigen Erscheinens zu erkennen, die Liebe zum Verein kann es kaum gewesen sein, jedenfalls möchte man schlichtweg nicht davon ausgehen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die keine anderen Wege finden, ihrer Zuneigung Ausdruck zu verleihen.

Das allmähliche Verschwinden des Mecker-Opas in der letzten Dekade könnte vielleicht auch dem Alter geschuldet sein, gehörten die einstigen Vertreter doch stadionübergreifend ein und dergleichen Generation an, wodurch vielleicht auch ein wenig die Verbitterung zu erklären wäre. Wer in seiner Jugend einmal die Reise Heimat-Russland und zurück zu Fuß antreten durfte, hat womöglich weniger Verständnis für die Unpässlichkeiten heutiger Jungprofis übrig. 

Derzeit findet man ihn jedenfalls kaum noch, wer aber genau hinhört, kann immer wieder die Kinder und Kindeskinder des Mecker-Opas in seiner Umgebung ausmachen. Optisch kaum von anderen Stadionbesuchern zu unterscheiden, hat man auch heute noch gelegentlich einen Kandidaten – es sind in der Tat immer männliche Vertreter, Schimpfe-Omas hat es auch früher nicht gegeben – in seiner Nähe, dessen einziger Beitrag zum Gebotenen auf dem Rasen eine neunzigminütige Schimpfkanonade darstellt. In diesem Falle lässt sich die destruktive Grundhaltung altersbedingt jedenfalls nicht mehr mit Kriegserlebnissen erklären, hier muss eingehender geforscht werden. Wer jemals den Dialog mit dem Mecker-Volk gesucht hat – was beileibe kein angenehmes Unterfangen ist – wird auf drei mögliche Ursachen stoßen. 

Zum einen gibt es die berufliche Frustration. Wer fünf Tage die Woche immer wieder die eigene Position in der Hierarchie am Arbeitsplatz unter die Nase gerieben bekommt, versucht sich eben am Wochenende Luft zu verschaffen, indem er seinen Frust auf andere Wehrlose abwälzt. Wenn es dem Schimpfenden durch diesen Verbal-Hooliganismus besser geht, mag das subjektiv schön und gut sein, den Beschimpften schadet es nämlich nicht, da sie nichts davon mitbekommen, es leiden einzig – und das ist objektiv die Crux –  sämtliche Stadionbesucher in Hörweite.

Die beruflichen Mecker-Gründe treten häufig gepaart mit einer weiteren möglichen Ursache auf, dem Sozialneid. Der Schimpfende rechtfertigt sein Verhalten damit, dass er sofort seine Papiere in der Personalabteilung abholen könne, wenn er werktags eine entsprechende Arbeit wie die der Akteure auf dem Rasen abliefere. Aber die feinen Herren Fußballprofis verdienen sich dumm und dämlich, und wenn sie keine Lust haben, gute Leistung zu zeigen, dann lassen sie es einfach. Dabei vergisst der Schimpfer, dass für seinen Arbeitsplatz in der Regel leider keine außergewöhnliche Begabung vonnöten war, sondern lediglich eine Ausbildung, die viele andere ebenso genossen haben, was ihn in seiner Rolle bedauerlicherweise ziemlich austauschbar macht. An dieser Stelle folgt dann gerne der fließende Übergang vom Sozialneid zur Konsumhaltung. ER habe ja nun für dieses Spiel bezahlt, also muss IHM auch was geboten werden, schließlich zahle ER ja auch mit seinem Eintritt die Gehälter der Stümper auf dem Platz. Mit dieser Einstellung hätte er sich vielleicht besser für einen Musicalbesuch entschieden, die dortigen Akteure sind schließlich bekannt für ihre allabendlichen konstanten Leistungen. Fußballspiele sind weniger starr im Ablauf, wodurch es zu Abweichungen kommen kann, in denen andere Stadionbesucher sogar einen gewissen Reiz erkennen können, da man vorher nicht wissen kann, was passiert. Wer darauf keinen Wert legt, ist vielleicht beim Rekordmeister besser aufgehoben.

Den unangenehmsten Mecker-Beweggrund stellt aber wohl die Besserwisserei dar. Der Schimpfende unterstellt dem Trainer vollkommene Stümperei, er selbst würde da ganz anders durchgreifen, die überbezahlten Herrschaften würden sich aber mal ganz schnell auf der Bank wiederfinden und dürften dann den jungen, hungrigen Spielern dabei zugucken, wie sie das Ruder rumreißen. Was natürlich genau so passieren würde, wenn der Schimpfer nur das Sagen hätte. Da das aber nicht passiert, wird den umstehenden Stadionbesuchern stattdessen haarklein erläutert, welche der vielen vergebenen Torchancen der Mecker-Opa-Enkel aber ganz sicher versenkt hätte, wenn er denn da unten spielen würde.

Sollte sich ein Leser in diesen Zeilen wiedererkennen, bitte ich einmal um einen ganz kleinen Gedanken an all die lauteren Stadionbesucher, die an der unerfüllten Situation des Meckerers keine Schuld trifft, die aber unter deren Auswüchsen als einzige in vollem Umfang leiden müssen. Es ist schon schwer genug, die Fassung zu wahren, während man dem geliebten Verein bei einer vernichtenden Niederlage beiwohnen muss; durch ein neunzigminütiges Schimpfe-Stakkato wird es aber ganz sicher nicht besser – weder auf dem Platz noch auf den Rängen. Vielleicht sollte man es eher mit Aufmunterung probieren, selbst in der dunkelsten Stunde. Irgendeinen Grund wird es ja haben, dass der Begriff 'Supporter' als Beschreibung für einen beherzten Fan den Weg in den deutschen Sprachschatz gefunden hat. Mecker-Opas und deren Folgegenerationen werden damit ganz sicher nicht gemeint sein....</p>]]></content:encoded>
            <comments>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=121</comments>
        </item>
                <item>
            <title>34. Spieltag 09/10</title>
            <link>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=120</link>
            <pubDate>09 May 2010 04:51:37 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=120</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/fcn09-10-1.jpg[/imgl]1. FC Nürnberg - 1.FC Köln  1:0

Letzte Auswärtsfahrt, letzter Spieltag, letzte Niederlage für diese Saison. Und dafür durfte nach Franken gereist werden, wo der Tourismusverband mit dem Satz „Schlemmen wie Gott in Franken“ wirbt. Falls Gott Biertrinker ist (wovon bei genauerer Betrachtung seiner Schöpfung auszugehen ist) und sich schon einmal ins Frankenstadion verirrt hat, hätte er ob der Erzürnung über die hier servierte Gemeinheit sicherlich den Klassenerhalt zu vereiteln gewusst. Hat er aber nicht, außerdem vermittelt die Spielstätte auch nicht unbedingt den Eindruck, der adäquate Aufenthaltsort für höhere Wesen darzustellen. Aber genug gemeckert, an dieser Stelle soll allen Beteiligten für diese letzten Endes doch recht erfolgreiche Saison (Klassenerhalt – nichts regiert besser) gedankt werden, welche einmal mehr bewiesen hat, dass sich Reisestrapazen in vollem Umfang lohnen, durfte sich das geduldsschwache Kölner Heimpublikum doch lediglich an drei Siegen ergötzen. Kein Dank geht nochmals ausdrücklich an den Security-Schergen am Gästeblock in einem degenerierten Chemiekaff unweit meiner Heimatstadt, hat dieser doch mit seiner [url=http://www.viervierzwei.de/index2.php?mode=viewid&amp;amp;post_id=114]Gräueltat[/url] einen weiteren Vierunddreißiger für meine Person verhindert.

Nach der albernen Fußball-Großveranstaltung in diesem Sommer, die wieder scharenweise inkompetente Jubelperser aus ihren Löchern treiben wird, welche sich zu schlecht gekleideten Gruppen formieren, um gemeinsam eine Leinwand anzublöken, darf sich der fundierte Getriebene in Sachen Fußball wieder auf die Auslosung der ersten Pokalrunde freuen, die uns bekannt gibt, welches exotische Reiseziel, fernab der Glitzerarenen mit bescheuerten Sponsorennamen, bereist werden darf. Ich kanns kaum erwarten.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/fcn09-10-2.jpg[/img]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/fcn09-10-1.jpg[/imgl]1. FC Nürnberg - 1.FC Köln  1:0

Letzte Auswärtsfahrt, letzter Spieltag, letzte Niederlage für diese Saison. Und dafür durfte nach Franken gereist werden, wo der Tourismusverband mit dem Satz „Schlemmen wie Gott in Franken“ wirbt. Falls Gott Biertrinker ist (wovon bei genauerer Betrachtung seiner Schöpfung auszugehen ist) und sich schon einmal ins Frankenstadion verirrt hat, hätte er ob der Erzürnung über die hier servierte Gemeinheit sicherlich den Klassenerhalt zu vereiteln gewusst. Hat er aber nicht, außerdem vermittelt die Spielstätte auch nicht unbedingt den Eindruck, der adäquate Aufenthaltsort für höhere Wesen darzustellen. Aber genug gemeckert, an dieser Stelle soll allen Beteiligten für diese letzten Endes doch recht erfolgreiche Saison (Klassenerhalt – nichts regiert besser) gedankt werden, welche einmal mehr bewiesen hat, dass sich Reisestrapazen in vollem Umfang lohnen, durfte sich das geduldsschwache Kölner Heimpublikum doch lediglich an drei Siegen ergötzen. Kein Dank geht nochmals ausdrücklich an den Security-Schergen am Gästeblock in einem degenerierten Chemiekaff unweit meiner Heimatstadt, hat dieser doch mit seiner [url=http://www.viervierzwei.de/index2.php?mode=viewid&amp;amp;post_id=114]Gräueltat[/url] einen weiteren Vierunddreißiger für meine Person verhindert.

Nach der albernen Fußball-Großveranstaltung in diesem Sommer, die wieder scharenweise inkompetente Jubelperser aus ihren Löchern treiben wird, welche sich zu schlecht gekleideten Gruppen formieren, um gemeinsam eine Leinwand anzublöken, darf sich der fundierte Getriebene in Sachen Fußball wieder auf die Auslosung der ersten Pokalrunde freuen, die uns bekannt gibt, welches exotische Reiseziel, fernab der Glitzerarenen mit bescheuerten Sponsorennamen, bereist werden darf. Ich kanns kaum erwarten.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/fcn09-10-2.jpg[/img]...</p>]]></content:encoded>
            <comments>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=120</comments>
        </item>
                <item>
            <title>32. Spieltag 09/10</title>
            <link>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=119</link>
            <pubDate>25 Apr 2010 05:08:07 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=119</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/svw09-10-1.jpg[/imgl]Werder Bremen - 1.FC Köln  1:0

Bei eitelstem Sonnenschein machten wir uns in Personenkraftwagen auf die Reise gen kleinstes Bundesland der Welt und stellten unterwegs bei Musik von Eisenpimmel und Lektüre aus dem Hause Fan Treff einmal mehr unter Beweis, dass ein gepflegter Auswärtsanhang mitnichten nur aus niveaulosem Pöbel bestehen muss, nein, einer solchen Reise kann problemlos auch ein intellektueller Anstrich verpasst werden. Nach einem ausgedehnten sommerlichen Lustwandel an den Ufern der Weser –  einem wirklich überschaubaren Flüsschen, aber mit überaus einladender Begrünung rechts und links gesegnet – durfte der Gästeblock auf der frisch umgebauten Tribüne in Augenschein genommen werden, welcher zu einem klaren Urteil kommen ließ: naja. Zwar ist ein Stehplatzbereich im Oberrang ob seiner Seltenheit immer eine willkommene Abwechslung und die langgezogene Kurve wird wohl niemand vermissen, aber die Frage, warum es die hanseatische Ingenieurskunst nicht zu verhindern wusste, dass die Stützpfeiler der Dachkonstruktion durch das Gesichtsfeld des gewogenen Stadionbesuchers verlaufen, bleibt offen. Trotz Sichtbehinderung konnte der FC bei seiner über neunzig Minuten erfolgreichen Abwehrarbeit bewundert werden, welche aber dank eines Handelfmeters in der Nachspielzeit nicht mit Zählbarem belohnt wurde (Sportjournalisten-Jargon regelt). Nach erneutem Weserufer-Flanieren und der Aufnahme von Reiseproviant in Form von exotischen (bundes-)landestypischen Erfrischungen (kein Hasch, kein Crack – nur Haake-Beck) gab es keinen Grund noch länger am Ort der unnötigen Niederlage zu verweilen, was auch sogleich durch den gezielten Einsatz von Heimreisetätigkeit vermieden werden konnte. Zuhause ist es ja doch am schönsten. Und verlieren können wir auch hier.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/svw09-10-2.jpg[/img]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/svw09-10-1.jpg[/imgl]Werder Bremen - 1.FC Köln  1:0

Bei eitelstem Sonnenschein machten wir uns in Personenkraftwagen auf die Reise gen kleinstes Bundesland der Welt und stellten unterwegs bei Musik von Eisenpimmel und Lektüre aus dem Hause Fan Treff einmal mehr unter Beweis, dass ein gepflegter Auswärtsanhang mitnichten nur aus niveaulosem Pöbel bestehen muss, nein, einer solchen Reise kann problemlos auch ein intellektueller Anstrich verpasst werden. Nach einem ausgedehnten sommerlichen Lustwandel an den Ufern der Weser –  einem wirklich überschaubaren Flüsschen, aber mit überaus einladender Begrünung rechts und links gesegnet – durfte der Gästeblock auf der frisch umgebauten Tribüne in Augenschein genommen werden, welcher zu einem klaren Urteil kommen ließ: naja. Zwar ist ein Stehplatzbereich im Oberrang ob seiner Seltenheit immer eine willkommene Abwechslung und die langgezogene Kurve wird wohl niemand vermissen, aber die Frage, warum es die hanseatische Ingenieurskunst nicht zu verhindern wusste, dass die Stützpfeiler der Dachkonstruktion durch das Gesichtsfeld des gewogenen Stadionbesuchers verlaufen, bleibt offen. Trotz Sichtbehinderung konnte der FC bei seiner über neunzig Minuten erfolgreichen Abwehrarbeit bewundert werden, welche aber dank eines Handelfmeters in der Nachspielzeit nicht mit Zählbarem belohnt wurde (Sportjournalisten-Jargon regelt). Nach erneutem Weserufer-Flanieren und der Aufnahme von Reiseproviant in Form von exotischen (bundes-)landestypischen Erfrischungen (kein Hasch, kein Crack – nur Haake-Beck) gab es keinen Grund noch länger am Ort der unnötigen Niederlage zu verweilen, was auch sogleich durch den gezielten Einsatz von Heimreisetätigkeit vermieden werden konnte. Zuhause ist es ja doch am schönsten. Und verlieren können wir auch hier.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/svw09-10-2.jpg[/img]...</p>]]></content:encoded>
            <comments>http://viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=119</comments>
        </item>
            </channel>
</rss>

